Wir (Papa und Tochter) haben am 19.07.23 bei den tschechischen Nachbarn klettern geplant, es geht 7 Uhr los über die Autobahn Richtung Prag. Über Tisa nach Bela. Ein wenig besuchtes Gebiet aber zeitlich gesehen genau so nah wie Schmilka.
Nachteil für konservative Menschen ohne Mapy.CZ sind immer die spärlichen Gipfelinformationen. Man kraxelt irgendwo hoch und staunt dann wie der Gipfel heißt. Der erste hieß Baumkrone, naja die Bäume guckt man sich da von unten an und ich weiß leider immer noch nicht wo wir in der Landschaft stehen. Irgendwo muss doch mal etwas aus dem Kletterführer Bekanntes kommen. Inzwischen ist dort so viel erschlossen worden, irgendwie stolpert man immer über eine Klettermöglichkeit. Auf dem Bild ist aber „Baba Roga“ zu sehn.

Abseilmöglichkeiten auf allen Gipfeln, Quacken und Massiven. Natürlich mitunter in typischer Manier des Gastgeberlandes wird die Abseile an der beschissendsten Stelle angebracht. Es macht trotzdem Spaß. Was wir uns für heute vorgenommen haben sind aber nicht die niedlichen Haufen. Der hintere Fällenturm (neben dem Henker), überrascht mit einem schönen alten Gipfelbuch. 1958, mein Geburtsjahr. Und noch paar Seiten Platz.

Dann sind wir zum Großen Fällenturm gegangen und waren sehr angetan von der Gipfelhöhe und der Felsbeschaffenheit. Das lohnt sich dort noch mal extra hinzugehen. Die Talwege dürften gut und gerne 40-50m hergeben.

Der AW am Großen war eine schöne IV mit einem Nachhole Ring welcher in unserem Klefü nicht erwähnt ist. Das machte den Weg aber gemütlicher.
Auf allen 3 Gipfeln: Nadel, Großer und Kleiner Fällenturm überall sieht es aus wie in der Hühnerschlachterei. Irgendein Raubvogel hat die Gipfel mit Federn und Knochen reichlich dekoriert.

Der AW von 1924 auf die Nadel sieht sehr abweisend aus aber man staunt dann doch wie sich alles fügt. Und zum gedachtem Abschluss auf dem kleinen Turm war eine V er Variante im Plan. Also was sich die Genossen damals am AW gedacht haben, man weiß es nicht. Aber vielleicht war auch alles von der Vegetation ganz anders. 6 Gipfel, wir sind durch für heute und pilgern nach Hause.

Es ist wie immer, es findet sich dann doch noch der „Pilz“ auf dem Heimweg. Klingt wie Quacke, ist es aber nicht. Nicht klettern ist keine Option, also noch mal alles ausgepackt und einen allerletzten Gipfel für diesen Tag. Auf dem Heimweg im Auto dann fing es leicht an zu tröppeln- also alles richtiggemacht. Duschen und dann zum Klubabend. Es ist immer ein schöner Tag, wenn es abends was zu trinken gibt nach dem Klettern.
Peter
